• Begleite Caro durch Stadt und Land Salzburg

    Unterwegs auf den Europäischen Mozart Wegen.

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Ach du gute Güte

Die Bloggerin mit der Liebe zur klassischen Musik

Junge Salzburgerinnen und Salzburger haben zu W.A. Mozart oft eine spezielle Beziehung: So stolz sie auf “ihren” Wolferl sind, so schwierig ist es manchmal, zwischen Mozartkugeln und Kitsch den Musiker nicht aus den Augen zu verlieren. So geht es auch Carolina Hubelnig, die unter dem Namen Ach du gute Güte einen sehr erfolgreichen Salzburg-Blog betreibt. Als Kunsthistorikerin und Tochter einer Musikerfamilie trägt sie natürlich das Mozart-Gen in sich. Und trotzdem hatte sie in den vergangenen Jahren kaum Berührungspunkte mit den Spuren des Genies in der Gegenwart. Höchste Zeit also, das zu ändern. Wir begleiten Caro auf ihrer Reise durch Stadt und Land Salzburg und entdecken gemeinsam mit ihr die Spuren in der Gegenwart.

Name

Carolina Hubelnig

Bloggt für

Ach du gute Güte

Lebt und arbeitet in

Salzburg Stadt

Die Reiseroute

Die Stadt Salzburg

Salzburg war W.A. Mozarts Geburtsstadt und Ausgangspunkt für zahlreiche seiner Reisen durch Europa. Wolfgang Amadeus Mozart wurde 35 Jahre alt und war davon ca. ein Drittel unterwegs.. In der Getreidegasse kam er am 27. Jänner 1756 zur Welt.

Unken im Saalachtal

Die kleine Gemeinde an der deutsch-österreichischen Grenze war schon zu Mozarts Zeiten ein Ort der Durchreise auf dem Weg nach Italien. Heute kann man sich in Unken über die Traditionelle Europäische Heilkunde informieren, die schon Mozarts Vater Leopold für seine Reiseapotheke nutzte.

Lofer im Saalachtal

Lofer ist ein kleiner Ort ca. 45 km südlich von Salzburg. Zu Mozarts Zeiten entsprach das etwa einer täglichen Kutschendistanz. So kam es, dass Mozart Vater und Sohn am ersten Abend ihrer ersten Italienreise in Lofer ankamen und in jenem Gebäude in dem sich heute das HOTEL POST befindet, die Nacht verbrachten.

St. Gilgen am Wolfgangsee

Der bekannte Fremdenverkehrsort im Salzkammergut war die Heimat von drei Personen die das Leben W.A. Mozarts beeinflussten: Sein Großvater lebte & arbeitete dort, seine Mutter war dort geboren und seine Schwester Nannerl, verbrachte dort viele Jahre ihres Lebens.

Vom Mathe-Genie zum Wunderkind

Dass Nathan ein ganz besonders begabtes Kind ist, war schon früh klar. Im Alter von vier Jahren gewann er den nationalen Mathematikwettbewerb in Australien. Doch noch mehr als für Zahlen schlägt Nathans Herz für die Musik. Mit vier begann er mit dem Klavierspielen, mit sieben entdeckte er seine Leidenschaft für die Flöte. Diese frühe Begabung für die Musik verbindet ihn mit Wolfgang Amadeus Mozart. Heute studiert Nathan als Hochbegabter im Pre-College der Universität Mozarteum. Dort hat er Caro durch das Haus geführt und ihr eines seiner Lieblingsstücke von Mozart vorgespielt. Welche das ist und worüber die beiden sonst noch gesprochen haben? Hört am besten selbst.

Mehr über die Hochbegabtenförderung an der Universität Mozarteum

Die Zielsetzung der Hochbegabungsförderung der Universität Mozarteum beinhaltet die Findung und individuelle, intensive, nachhaltige Förderung musikalisch hochbegabter Kinder und Jugendlicher und deren Herausbildung zu künstlerisch hochdifferenzierten musikalischen Persönlichkeiten.

Die Förderung umfasst Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Universität Mozarteum, die Vorbereitung und Begleitung zu internationalen Wettbewerben, die Kooperation mit internationalen Festivals, das Organisieren von internationalen Konzertmöglichkeiten, das Knüpfen von Kontakten zu Agenturen und zu vergleichbaren Institutionen sowie die Dokumentation der Aktivitäten.

Neben der künstlerischen Förderung musikalisch hochbegabter Kinder und Jugendlicher liegt der Fokus auch auf deren adäquaten Beratung und einer individuell ausgerichteten Begleitforschung. Die wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte und Veröffentlichungen liegen in den Bereichen des musikspezifischen Lehrens und Lernens hinsichtlich der Entwicklung von musikalischen Kompetenzen, der Persönlichkeitsentwicklung sowie der künstlerischen Didaktik und der spezifischen Förderung musikalisch besonders begabter Kinder und Jugendlicher.

Zur Webseite der Uni Mozarteum

“Wenn ich Mozart spiele, wird alles hell und glücklich!”

Nathan Rinaldy, Schüler am Pre College der Universität Mozarteum

Zu Besuch in Mozarts Geburtshaus

Es gibt kaum einen Salzburg Besucher, der Mozarts Geburtshaus nicht zumindest von außen besichtigt. Dabei lohnt sich ein Besuch des Hauses Getreidegasse 9 nicht nur für echte Fans: Auf drei Etagen lernt man hier auf unterhaltsame Weise vieles über die Zeit und das kulturelle Umfeld Mozarts. Vor allem, wenn man von so einem kundigen Guide durch das Haus geführt wird: Johannes Honsig-Erlenburg ist Präsident der Stiftung Mozarteum Salzburg, in deren Verantwortung das Erbe Mozarts fällt. Dabei geht es nicht nur um Materielles, sondern vor allem um die Aufgabe, das Schaffen des genialen Musikers auch zukünftigen Generationen zugänglich zu machen.

Mehr über die Stiftung Mozarteum Salzburg

Die Stiftung Mozarteum Salzburg wurde 1880 von Bürgern der Stadt Salzburg gegründet und hat ihre Wurzeln im „Dom-Musik-Verein und Mozarteum“ von 1841. Seither setzt sie sich als Non-Profit-Organisation mit der Person und dem Werk Wolfgang Amadeus Mozarts auseinander. Mit Initiativen in den drei Kernbereichen Konzertveranstaltung, Mozart-Museen und Wissenschaft schlägt sie die Brücke zwischen Bewahrung der Tradition und zeitgenössischer Kultur. Ihr Ziel ist es, wechselnde Perspektiven und neue Denkanstöße in der Auseinandersetzung mit dem Komponisten zu eröffnen.

Zur Webseite der Stiftung Mozarteum Salzburg

Mehr über das Mozart Geburtshaus

Das Haus, in dem Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Jänner 1756 geboren wurde, zählt heute zu den meistbesuchten Museen der Welt. Auf drei Stockwerken erfährt der Besucher in der neu konzipierten Dauerausstellung Details zu den Lebensumständen Mozarts: Wie er aufwuchs, wann er zu musizieren anfing, wer seine Freunde und Gönner waren, seine Beziehung zu seiner Familie, seine Leidenschaft für die Oper und anderes mehr.

Zur Webseite

“Ich möchte die Menschen mit Mozart vertraut machen.”

Johannes Honsig-Erlenburg, Präsident der Internationalen Stiftung Mozarteum

Ein Dorf voller Musiker

Wenn in Weißbach bei Lofer die Trachtenmusik probt, kommt im wahrsten Sinne des Wortes das Dorf zusammen. Doch der Ort im Salzburger Saalachtal ist keine Ausnahme, denn im gesamten Land Salzburg gehört das gemeinsame Musizieren bis heute zur gelebten Praxis. Wolfang Amadeus Mozart hätte das ganz bestimmt gefreut. Er hat zu seinen Lebzeiten übrigens mindestens einmal in Lofer übernachtet, als er bei der ersten Italienreise mit seinem Vater den Ort passierte. Schon damals lag Lofer auf der Hauptroute nach Süden, genau eine Tagesetappe von der Stadt Salzburg entfernt. An den Besuch der Familie Mozart erinnert heute eine Gedenktafel. Was aber noch viel wichtiger ist: Auch im Musikunterricht spielen die Werke Mozarts eine Rolle. Davon durfte sich Caro bei einem Probenbesuch selbst überzeugen.

“Unser Dorf hat 440 Einwohner und davon spielen 80 bei der Musi’.”

Stefanie, Musikschülerin aus Weißbach bei Lofer

Ein Blick in Leopold Mozarts Reiseapotheke

Auf dem Weg zu ihrer nächsten Station hat Caro in Unken einen Zwischenstopp eingelegt. Dort befindet sich nämlich der Verein für Traditionelle Europäische Heilkunde (TEH), in dem man um die heilsame Wirkung von Pflanzen auf den Menschen weiß. Was das mit Mozart zu tun hat? Eine ganze Menge: Es ist bekannt, dass Leopold Mozart eine Reiseapotheke mitführte, um kleinere Wehwehchen seiner Kinder unterwegs selbst kurieren zu können. Und weil die Schulmedizin noch in den Kinderschuhen steckte, verließ man sich damals in erster Linie auf die Wirkung von Pflanzen. Natürlich wissen wir nicht genau, welche Heilmittel Leopold Mozart mitführte, die Kräuterexpertin Karin Buchart weiß dennoch sehr genau, mit welchen Pflanzen man zu Lebzeiten Mozarts kurierte. Und welche davon heute noch in Gebrauch sind.

Mehr über TEH

Die Abkürzung TEH steht für Traditionelle Europäische Heilkunde. Ziel des Vereins ist es, traditionelles Wissen über Naturheilkunde zu erhalten und sichtbar zu machen und an kommende Generationen weiterzugeben. Im März 2010 wurde das Heilwissen der Pinzgauer in das Nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Zur Webseite von TEH

“Leopold Mozart hat auf Reisen immer sehr gut vorgesorgt.”

Karin Buchart, Verein TEH

Die Mozarts und St. Gilgen

Wer Augustin Kloiber – dem Museumsleiter des Mozarthauses – zuhört, merkt schnell, dass er die Schwester Mozarts ganz besonders ins Herz geschlossen hat. Und das nicht nur, weil sie beide viele Jahre ihres Lebens in St. Gilgen verbrachten. Nannerl war eine hervorragende Pianistin und beeindruckende Frau. Deshalb muss es für sie besonders schwer gewesen sein, wegen ihres Ehemannes in das damals ärmliche Fischerdorf am Wolfgangsee zu ziehen. Zumal es sich nicht um eine Liebeshochzeit handelte. Diese und weitere historische Fakten und Anekdoten sind im Mozarthaus in St. Gilgen spannend aufbereitet.

“St. Gilgen ist für die Familie Mozart ein bedeutender Ort.”

Augustin Kloiber, Museumsleiter Mozarthaus

Ein Universum der Musik

Wenn Caro im kleinen St. Gilgen eines nicht erwartet hätte, dann ist das ein Museum für Musikinstrumente aus allen Teilen der Welt. Und es bedurfte auch etlicher Zufälle, dass sich der Gründer mit seinem Museum hier niederließ. Nicht nur für den Ort ist das ein großes Glück. Jedes Jahr lassen sich Besucher aus aller Welt von den Instrumenten verzaubern. Der Mann, der sie alle spielt, ist der Museumsgründer und Sammler Askold zur Eck.

Mehr über das Musikinstrumentenmuseum der Völker

Über 4.000 Musikinstrumente aus aller Welt finden sich in dem kleinen Museum in St. Gilgen. Der Leiter, Askold zur Eck beherrscht sie alle und führt sie im Rahmen von musikalischen Führungen seinen Besuchern vor. Dabei taucht man in eine andere Welt ein.

Zur Webseite des Instrumenten-Museums der Völker

“Wenn man Musik macht, verändert man das normale Sein!”

Askold zur Eck, Musikinstrumentenmuseum der Völker